Ana içeriğe atla

Ein kurzer Essay über den Menschen

Je mehr der Mensch sich selbst entfremdet, desto näher kommt er Hochmut, Egoismus, Neid, Zorn, Groll, Angst, Sorge und Hass. Je mehr der Mensch sich selbst erkennt, desto näher kommt er Güte, Schönheit, Ehrlichkeit, Barmherzigkeit, Liebe, Teilen und Solidarität. Wenn der Mensch sich selbst erkennt, wird er frei, und je freier er wird, desto tiefer spürt er, dass er ein Teil des Seins ist.

In einer Zeit, in der die Heteropatriarchie den Menschen von seinem Wesen entfremdet, werden wir mit Hunger und Angst erzogen und durch Kriegspropaganda vergiftet. In der heutigen Welt wird unser Geist ständig von jenen besetzt und gelenkt, die sich von unseren Ängsten und Sorgen ernähren. Die Existenz derer, die von unseren Ängsten und Sorgen leben, verdeckt die Möglichkeit wahrer Kommunikation, echter Liebe, des Teilens und der Solidarität zwischen uns Menschen. Von allem, was das wahre Selbst des Menschen verschleiert, kann ihn letztlich nur er selbst befreien.

Der Mensch ist mehr als ein biologisches und soziologisches Wesen; er trägt eine Seele und ist Teil eines unendlichen Bewusstseins, das mit dem gesamten Universum in Verbindung steht. Alles im Universum ist durch unsichtbare Netze miteinander verbunden, und der Mensch ist ein Bewusstsein, das in diesem Netz in jedem Moment mit dem Sein kommuniziert.

Der Mensch ist nicht der Körper, in den er hineingeboren wird, nicht seine Familie, nicht die Gesellschaft, der Staat oder die Religion. Der Mensch ist auch nicht die Zeit oder der Raum, in den er hineingeboren wird. All dies definiert ihn nicht und lässt ihn unvollständig zurück. Die Wahrheit, die uns auf die Bühne des Seins bringt, sagt, dass alle Menschen gleich und frei geboren sind. Der Mensch ist also ein bewusstes Wesen, das hinterfragt, nach Bedeutung sucht, Verbindungen knüpft und aus Aufmerksamkeit und Zuwendung besteht.

Wenn Menschen all das hinterfragen, in das sie hineingeboren wurden, haben sie die Chance, ihrem wahren Selbst zu begegnen. Wenn wir unserem wahren Selbst begegnen, wenn wir uns selbst erkennen, dann gibt es dort – genau an diesem Punkt – nichts, was Zeit, Raum, Angst, Sorge, Hass oder Entfremdung enthält. Mögen die Momente, in denen der Mensch sich selbst kennt und frei, glücklich, gesund, sicher und in Frieden lebt, zahlreicher werden und geteilt werden.